Auf dem Weg zur regionalen Resilienz
Unsere Landwirtschaft wird verwundbar…
Unsere arbeitsteiligen globalisierten Landwirtschafts- und Versorgungssysteme haben wesentlich zu unserer Ernährungssicherheit beigetragen. Heute werden jedoch ihre Grenzen zunehmend sichtbar: natürliche Grundlagen (Boden, Wasser) geraten durch die starke Ausrichtung auf Output, Effizienz und Kostenoptimierung unter Druck; zugleich stören externe Schocks wie Konflikte, Extremwetterereignisse die Lieferketten. All das macht die Nahrungsmittelversorgung verwundbarer oder in der Fachsprache vulnerabler. Das trifft zunehmend auch auf unsere Energieversorgung zu.
Regionale Initiativen zeigen: Gerechtigkeit, gegenseitige Verantwortung und sorgsamer Umgang mit der Natur können nachhaltige Versorgung auch unter widrigen Bedingungen ermöglichen.
Gemeinsam gelebt, können solche Werte die Resilienz der regionalen Versorgung stärken – die Versorgung mit Nahrung, Wasser und Energie auch in Krisen zu sichern und anzupassen.
In unterschiedlichen Regionen entstehen bereits Initiativen, die Landwirtschaft und Energieversorgung als Teil eines regionalen sozialen und ökologischen Systems weiterentwickeln – statt als isolierte technische, ökonomische oder ökologische Projekte.
Diese systemischen Ansätze verbinden Ökonomie und Ökologie mit dem sozialen Miteinander ihrer Region. Viele dieser Initiativen bauen auf gemeinsamen Werten auf, die Zusammenhalt, Kompetenzentwicklung und gemeinsames Lernen fördern. Damit stärken sie die Resilienz der regionalen Nahrungs- und Energieversorgung gegen externe Schocks.
Was diese Website will
Diese Website will auf mögliche Lösungen neugierig machen. Sie stellt zusammen, wie systemische regionale Ansätze Landwirtschaft und Energieversorgung mit den natürlichen Lebensgrundlagen in Einklang bringen – mit dem Ziel, natürliche Grundlagen und die Versorgung auch unter schwieriger werdenden Bedingungen zu stabilisieren.
Anhand konkreter Fallstudien zeigt sie, welche Werte diese Initiativen prägen, wie sie die Fähigkeit entwickeln, gemeinsam zu lernen und zu handeln – und wie wir so zu Versorgungssystemen kommen können, die nachhaltiger und gegen externe Schocks besser gewappnet sind.