Fallstudien im Überblick
Die Fallstudien dokumentieren regionale Initiativen, Gemeinschaften und Projekte, die Landwirtschaft, Versorgung und Zusammenleben nachhaltiger und resilienter gestalten wollen. Je nach Fall stützen sie sich auf eigene Besuche, Gespräche, direkte Beobachtungen, öffentlich zugängliche Dokumentationen, Forschungsergebnisse oder Erfahrungsberichte.
Dargestellt wird, was sich konkret verändert hat, welche Resilienzfaktoren erkennbar werden und weshalb die jeweilige Fallstudie für regionale Resilienz relevant ist. Nicht alle Beispiele sind in erster Linie landwirtschaftlich ausgerichtet; einige betreffen auch Energie, Gesundheit oder andere Formen selbstorganisierten Fortschritts. Sie werden einbezogen, wenn sie vergleichbare Muster regionaler Resilienz erkennen lassen.
Diese Website versteht sich nicht als eine akademische wissenschaftliche Untersuchung. Als eine Zusammenstellung der Initiativen zur Steigerung regionaler Resilienz bzgl. Nahrungsmittelproduktion und Versorgung sowie Energieversorgung will sie den Einstieg in das Thema unterstützen. Dies geschieht in der Hoffnung, dass viele Menschen auf diese Erfolgsmuster aufmerksam werden, diese aufgreifen und weiterentwickeln - auch in der akademischen Welt.
Die Aussagen in den Fallstudien beruhen auf den jeweils angegebenen Quellen. Unser Beitrag besteht darin, diese Informationen nach einem einheitlichen Analyseraster zu ordnen und darzustellen.
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1. Adasiyyah (Jordanien, 1910-55)
In einer landwirtschaftlich vernachlässigten Region entstand eine Initiative, die über mehrere Jahrzehnte Landwirtschaft, Wasser, Versorgung und soziales Zusammenleben regional und überregional weiterentwickelte — einschließlich neuer Formen lokaler Selbstverwaltung.
Aus trockenen und teilweise brachliegenden Flächen entstanden neue landwirtschaftliche Strukturen, Bewässerungssysteme und stabile regionale Beziehungen, die auch in Zeiten von Versorgungskrisen halfen, eine Hungersnot während des Ersten Weltkriegs abzuwenden.
Gleichzeitig wurden neue Obstsorten, moderne Bewässerungstechniken und Bildungsansätze eingeführt, die fachliches Lernen mit der Entwicklung sozialer und moralischer Fähigkeiten verbanden.
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2. Tamera (Portugal, seit 1995)
Tamera ist eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft in Südportugal, die ein Modell für friedliches Zusammenleben, ökologische Regeneration und regionale Selbstversorgung entwickelt. Sie umfasst etwa 200 Personen und verbindet gemeinschaftliche und spirituelle Organisation mit Wassermanagement, nachhaltiger Energieversorgung, ökologischer Landwirtschaft, gemeinschaftlichem Lernen und Friedensarbeit.
Tamera ist ökologisch bekannt für den Aufbau einer Wasserrückhaltelandschaft in einer sehr trockenen Region: Seit 2007 wurden auf dem Gelände Teiche, Rückhaltebecken und weitere Strukturen angelegt, um Regenwasser in der Landschaft zu halten, Erosion zu vermindern sowie Grundwasser und Vegetation zu erhalten.
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3. Windrather Tal (Seit Mitte der 1970er)
Am Rande des Ruhrgebiets verbinden Wünnerhof, Gut Marienhof und Schepershof ökologische Bewirtschaftung, Tierhaltung, Verarbeitung und Vertrieb sowie soziale Teilhabe zu einem nachhaltigen ökosozialen System.
Die Höfe arbeiten biodynamisch und organisieren wesentliche Teile ihrer Produktion regional. Sie kooperieren mit anderen lokalen Betrieben, etwa in Viehhaltung, Verarbeitung und Vermarktung.
Nachhaltigkeitsfaktoren sozio-ökologischer Systeme lassen sich dort gut beobachten: Bodenpflege, Kreislaufwirtschaft, regionale Versorgung sowie die Einbindung landwirtschaftlicher Arbeit in das soziale Umfeld, u.a. durch inklusive Arbeit, Ehrenamt und Lernangebote rund um die landwirtschaftliche Praxis.
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4. Sankt Ottilien (Bayern)
Die Erzabtei Sankt Ottilien verbindet einen nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieb mit einer weitgehend eigenständigen Energieversorgung. Landwirtschaft, Tierhaltung und Energiegewinnung sind so aufeinander abgestimmt, dass Stoffkreisläufe genutzt und fossile Energieträger weitgehend ersetzt werden. Biomasse, Biogas, Holz und Photovoltaik tragen wesentlich zur Versorgung des Klosterdorfs bei.
Die Landwirtschaft unterscheidet sich dabei in vielen Bereichen kaum von anderen gut geführten Betrieben. Besonderes Gewicht erhalten jedoch langfristige ökologische und wirtschaftliche Kennzahlen sowie Investitionen, die sich über längere Zeiträume amortisieren dürfen. So entsteht ein Modell, das regionale Versorgung, Energieautonomie und wirtschaftliche Stabilität miteinander verbindet.
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5. Feldheim (Brandenburg, seit 1995)
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6. Solidarische Landwirtschaft (Solawi)
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