Windrather Tal

Nachhaltige Landwirtschaft als sozial-ökologisches System am Rande einer dicht besiedelten Industrieregion (vorläufiger Stand im Review)

Wünnerhof und Gut Marienhof liegen im Felderbachtal zwischen Hattingen und Langenberg. Der Schepershof liegt im Windrather Tal zwischen Wuppertal und Essen. Die drei Höfe arbeiten biodynamisch und sind Teil einer regional vernetzten Biohöfe-Landschaft.

Wünnerhof und Gut Marienhof werden individuell bewirtschaftet, teilen aber gemeinsame Grundsätze, Ziele und eine wirtschaftliche Gemeinschaft. Zusammen bewirtschaften sie 53 ha landwirtschaftliche Fläche und 30 ha Wald. Der Wünnerhof bildet den gärtnerischen Schwerpunkt: Zwischen 2016 und 2019 wurden wesentliche Hofstrukturen neu aufgebaut; seit April 2020 werden Felderkisten ausgeliefert. Angebaut wird auf 3 ha Freiland und in einem 1000 qm großen Glasgewächshaus mit etwa 50 Gemüsearten und rund 200 Sorten.

Gut Marienhof ist ein seit fast 40 Jahren inklusiv arbeitender Demeter-Betrieb mit Schwerpunkt Viehwirtschaft, Ackerbau sowie Verarbeitung und Vermarktung von Milch- und Fleischprodukten. In Kooperation mit dem Troxler-Haus Wuppertal e.V. bestehen dort rund 30 inklusive Arbeitsplätze; außerdem leben 10 Erwachsene in einer Wohngruppe.

Der Schepershof besteht seit dem 17. Jahrhundert und wurde 1978 von einem gemeinnützigen Eigentumsträger erworben und auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt. Er wird von einer Betriebsgemeinschaft bewirtschaftet. Die Website nennt 72 ha Hoffläche und 64 ha landwirtschaftliche Nutzfläche; der Hofbrief 2025/2026 aktualisiert den Betriebsspiegel auf 67,6 ha Hoffläche und 59,5 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Zum Hof gehören Milchvieh, Mastschweine, Legehennen, Ackerbau, Gemüsebau, Käserei, Hofladen und Hofcafé.

Auffällig ist in den Gesprächen die Haltung der Wertschätzung gegenüber Mensch, Tier und Pflanze. Wiederkehrende Beobachtungen sind Ehrfurcht vor dem Leben, ein würdevoller Umgang mit Tieren, die Bedeutung von Hörnern bei Kühen, muttergebundene Kälberaufzucht sowie ein sorgsamer Blick auf Ernte, Schlachtung und Lebensmittel. Kreislaufwirtschaft ist installiert, ergänzt um artgerechter Tierhaltung wie muttergebundener Kälberaufzucht zu Lasten der Milchproduktion, Leben im Sozialverbund und einer achtsamen Mensch-Tier-Beziehung.

Die Höfe erscheinen zugleich als Produktionsorte, Lebensorte, Lernorte und Begegnungsorte. Hofladen, Veranstaltungen, Mitmachangebote und Wanderungsmöglichkeiten öffnen Landwirtschaft für Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besucher, Ehrenamtliche und regionale Partner. Landwirtschaft wird damit nicht als isolierter Produktionsraum sichtbar, sondern als Beziehungsraum rund um die Erzeugung von Lebensmitteln.

Eindrücke von Landwirtschaft und Gemeinschaft

Was wurde konkret erreicht?

  • Boden fruchtbar halten

    Systematische Bodenpflege durch Fruchtfolge, Kleegras, Zwischenfrüchte, Gründüngung und möglichst ganzjährige Bodenbedeckung zur Vermeidung von Bodenerosion

    Konsequente Nutzung organischer Stoffkreisläufe durch Mist, Kompost, Mulch und hofeigene bzw. betrieblich eingebundene Tierhaltung

    Begrenzung externer Inputs durch eigene Futtergrundlage, selbst produzierte Düngemittel (Ackerbohnen), Kompostwirtschaft und geschlossene Hofkreisläufe

    Bodenschonende Bearbeitung durch mechanische und manuelle Beikrautregulierung sowie Bearbeitung nur bei tragfähigem Boden

    Förderung von Humusaufbau, Bodenstruktur und Erosionsschutz durch Hecken, Artenvielfalt, samenfeste Sorten und lebendige Bodenbedeckung

    Ergebnis: Bodenfruchtbarkeitskonzept, das Fruchtfolge, organische Düngung, Bodenbedeckung, Tierhaltung, Kompostwirtschaft und reduzierte externe Inputs systematisch verbindet.

  • Wasser im System halten

    Wasser wird vor allem über Boden- und Landschaftspflege im System gehalten:

    Mulchen zur Verringerung von Verdunstung

    ganzjährige Bodenbedeckung, Zwischenfrüchte und Kleegras zur Reduktion von Erosion

    Humusaufbau durch Mist, Kompost und organische Düngung zur Verbesserung der Wasserspeicherfähigkeit

    Hecken und Bäume als Windschutz, Lebensraum und stabilisierende Landschaftselemente

    Die Erfahrung des Dürresommers 2018 zeigt zugleich die Verwundbarkeit des Systems: fehlender Regen führte am Schepershof zu schlechter Ernte und zu wenig Winterfutter für die Kühe.

    Ergebnis: Wasser wird im Windrather Tal nicht durch ein dokumentiertes Rückhalteprojekt adressiert, sondern indirekt über Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenbedeckung und Landschaftsstrukturen.

  • Regionale Versorgung stabilisieren

    Wünnerhof, Gut Marienhof und Schepershof stabilisieren regionale Versorgung vor allem durch Direktvermarktung, Abokisten, Hofläden, Hofcafé und regionale Weiterverarbeitung.

    • saisonale Felderkisten mit Gemüse und Milchprodukten aus Wünnerhof und Gut Marienhof

    • Hofladen und Hofcafé als direkte Schnittstelle zu Kundinnen und Kunden

    • Milch, Joghurt, Quark, Käse, Fleischprodukte, Apfelsaft, Marmeladen und eingemachtes Gemüse vom Gut Marienhof

    • Versorgung der Küchen des Troxler-Hauses mit ökologisch nachhaltigen Lebensmitteln

    • Verarbeitung von Milch in der Gemeinschaftskäserei

    • Verarbeitung von Getreide in der Talbäckerei

    • Gemeinsame Vermarktung über den Talhandel mit anderen Bio-Höfen im Windrather Tal

    Ergebnis: Es entsteht eine regionale Versorgungsstruktur mit kurzen Wegen, eigener Verarbeitung, Direktkontakt zur Kundschaft und Kooperation zwischen mehreren Höfen. Quantitative Aussagen zu Marktanteil, Versorgungssicherheit oder Krisenresilienz der Region sind aus den ausgewerteten Quellen nicht ableitbar.

  • Beziehungen und Kompetenzen entwickeln

    Praktische Weitergabe landwirtschaftlichen Wissens durch Hofführungen, Veranstaltungen, Mitmachangebote, Praktika und Ausbildung

    Aufbau sozialer Teilhabe durch inklusive Arbeitsplätze, ehrenamtliche Mitarbeit und Beteiligung von Vereinsmitgliedern

    Stärkung der Beziehung zwischen Landwirtschaft und Kundschaft durch Hofladen, Hofcafé, Felderkiste, Wanderungen und direkte Begegnung auf dem Hof

    Kooperation zwischen mehreren Höfen im Windrather Tal, insbesondere bei Verarbeitung, Vermarktung und regionaler Versorgung

    Vermittlung von Wertschätzung für Tiere, Pflanzen, Lebensmittel und landwirtschaftliche Arbeit durch konkrete Erfahrung statt abstrakte Belehrung

    Ergebnis: Die Höfe demonstrieren, wie ein systemischer und nachhaltiger Ansatz nicht allein durch ökologische Einzelmaßnahmen entsteht, sondern durch das Zusammenspiel von fachlichem Können, sozialer Verantwortung, gemeinsamer Arbeit und tragfähigen Beziehungen zur Umgebung.

Beobachtbare Nachhaltigkeitsfaktoren

  • 1. Einheit der Menschheit (Kohäsion)



    Beobachtung: In den Höfen zeigt sich dieser Faktor weniger als abstrakter Anspruch, sondern konkret als soziale und regionale Einbettung. Gut Marienhof verbindet Landwirtschaft mit inklusiven Arbeits- und Lebensbereichen. Der Schepershof wird von Verein, Betriebsgemeinschaft, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Kundschaft und regionalen Partnern getragen. Wünnerhof und Marienhof arbeiten wirtschaftlich zusammen und binden regionale Partner in die Versorgung ein.

    Wirkung: Landwirtschaft wird als Beziehungssystem sichtbar, nicht nur als Produktionsbetrieb.

  • 2. Menschheit als Treuhänderin der Natur (Kohäsion)


    Beobachtung: Die Quellen zeigen eine starke Orientierung an Hofkreislauf, Bodenfruchtbarkeit, Tierwohl, Artenvielfalt und Landschaftspflege. Dazu gehören Bodenbedeckung, Fruchtfolge, Kompost, Hecken, Bäume, artgerechte Tierhaltung, muttergebundene Kälberaufzucht und der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel. Würdevolles und möglichst stressarmes Schlachten der Tiere z.B. durch teureres mobiles Schlachten.

    Wirkung: Natur wird nicht nur als Ressource verstanden, sondern als mitzugestaltender Lebenszusammenhang.

  • 3. Gerechtigkeit und gleichberechtigte Beziehungen (Kohäsion)


    Beobachtung: Besonders deutlich wird dieser Faktor in der sozialen Landwirtschaft am Marienhof: Menschen mit Behinderung erhalten Arbeitsplätze in Landwirtschaft, Wald, Garten, Küche und Hauswirtschaft. Das Leitbild betont, dass Menschen eine ihren Kompetenzen und Neigungen entsprechende Arbeit ergreifen sollen. Beim Schepershof wirkt zusätzlich der gemeinnützige Eigentumsträger: Der Hof ist dem Erbrecht und der Bodenspekulation entzogen und wird einer Landwirtschaftsgemeinschaft zur Nutzung überlassen.

    Wirkung: Boden, Arbeit und Verantwortung werden nicht allein über Marktlogik organisiert.

  • 4. Universelle Beteiligung (Kohäsion)


    Beobachtung: Belegt sind mehrere Beteiligungsformen: Betriebsgemeinschaften, verantwortliche Mitarbeitende, Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten, freiwillige Helferinnen und Helfer, Vereinsmitglieder, Kundschaft, Garten-Crew, Landschaftsgruppe und Menschen mit Behinderung in Werkstatt- und Wohnbereichen. Der Schepershof ruft ausdrücklich dazu auf, Zeit zu schenken und bei Heckenpflege, Ernte, Tieren, Holz, Kochen und anderen Aufgaben mitzuwirken.

    Wirkung: Die Höfe erweitern Landwirtschaft um Lern-, Teilhabe- und Mitwirkungsmöglichkeiten.

  • 5a: Handwerklich–wissenschaftlich–techn. Fähigkeiten (Kompetenzentwicklung)

    Beobachtung: Sichtbar sind differenzierte landwirtschaftliche, handwerkliche und technische Kompetenzen: Gemüsebau mit Gewächshaus und Freiland, Fruchtfolgeplanung, Milchverarbeitung, Käseherstellung, Fleischverarbeitung, Brotgetreide, Hofladenlogistik, Abokisten, mechanische Beikrautregulierung, Kompostwirtschaft und erneuerbare Energieerzeugung. Der Schepershof erzeugt Strom und Wärme unter anderem mit Windkraft, Solarthermie, Photovoltaik und Holzheizung; deckt weitgehend den eigenen Energieverbrauch.

    Wirkung: Nachhaltigkeit wird hier nicht nur ethisch begründet, sondern praktisch organisiert und technisch gestützt.

  • 5b. Geistige Fähigkeiten (Kompetenzentwicklung)

    Beobachtung: Die Höfe arbeiten explizit biologisch-dynamisch und beziehen sich auf anthroposophische Naturerkenntnis, Präparatearbeit und eine geistige Dimension landwirtschaftlichen Handelns. Zu beobachten ist eine Haltung des intuitiven Verstehens, der Wertschätzung und der Ehrfurcht. Diese Aussagen belegen eine geistige Rahmung, nicht jedoch die naturwissenschaftliche Wirksamkeit einzelner Präparate.


    Wirkung: Die Arbeit erhält eine Sinnorientierung, die über reine Produktivität hinausweist und Verantwortungsbewusstsein stärkt.

  • 5c. Sozial und moralische Fähigkeiten (Kompetenzentwicklung)

    Beobachtung: Die Arbeit auf den Höfen setzt Kooperation, Rücksicht, Ausdauer, Beziehungspflege und Verantwortungsübernahme voraus. Der Marienhof verbindet landwirtschaftliche Arbeit mit sozialtherapeutischer Qualifikation. Der Schepershof beschreibt die Hofentwicklung als gemeinsame Aufgabe von Betriebsgemeinschaft, Verein, Ehrenamtlichen und Kundschaft; der Hofbrief 2025/2026 zeigt, dass personelle Umbrüche, Trauer und Neuorganisation nur durch intensive gemeinschaftliche Unterstützung bewältigt wurden.

    Wirkung: Landwirtschaft wird als Feld sozialer und moralischer Kompetenzentwicklung sichtbar.

  • 6. Kriterien für tragfähigen Fortschritt (Kollektives Lernen)


    Beobachtung: Fortschritt wird in den Quellen nicht allein als Wachstum, Ertragssteigerung oder Umsatz verstanden. Genannt werden Humusaufbau, Artenvielfalt, Bodenbedeckung, Tierwohl, Regionalität, geschlossene Kreisläufe, inklusive Arbeit, Ressourcenschonung, Hofindividualität und wirtschaftliche Ausgewogenheit.



    Wirkung: Tragfähigkeit entsteht aus der Balance von Ökologie, Ökonomie und Sozialem.

  • 7. Entscheidung auf geeigneter Ebene treffen (Kollektives Lernen)

    Beobachtung:
    Bei Wünnerhof und Marienhof sind therapeutische und landwirtschaftliche Bereiche wirtschaftlich und in ihren Verantwortungen getrennt, begegnen sich aber in der Arbeit. Das Leitbild fordert klar dargestellte Kompetenzen und Verantwortungen, die in der Gemeinschaft der verantwortlichen Mitarbeitenden entwickelt werden. Beim Schepershof gehört der Hof einem gemeinnützigen Verein, während die Landwirtschaft von einer Betriebsgemeinschaft bewirtschaftet wird.

    Wirkung: Eigentum, Bewirtschaftung, soziale Arbeit und operative Verantwortung sind nicht identisch, sondern werden auf unterschiedlichen Ebenen organisiert.

  • 8. Optimale Lösungen durch gemeinsame Beratung entwickeln (Kollektives Lernen)

    Beobachtung: Die Quellen belegen Kooperation und gemeinsames Handeln, aber nur begrenzt die konkrete Methode der Beratung. Belegt sind gemeinsame Fruchtfolgen und Anbauabsprachen zwischen Wünnerhof und Marienhof, die Entwicklung von Verantwortungen in einer Gemeinschaft verantwortlicher Mitarbeitender, der Verein als Mitgestaltungsraum am Schepershof sowie ehrenamtliche und gemeinschaftliche Unterstützung in Krisen- und Umbruchphasen.

    Wirkung: Gemeinsame Beratung erscheint als notwendige Praxis, ist aber in den Quellen nicht detailliert als Verfahren dokumentiert.

Ideen für Nachhaltigkeitsindikatoren über Umsatz, Gewinn und BIP hinaus

Die folgenden Indikatoren sollen als Anregung für Forschung und Praxis dienen. Sie sind nicht als systematische nachträgliche Bewertung der Bauernhöfe zu verstehen und wurden im Rahmen der Fallstudie nicht quantitativ erhoben. Sie sind abgeleitet aus den Beobachtungen beim Besuch und Analyse der Websites der Höfe.

Bereich Mögliche Indikatoren
Boden – Humusgehalt
– Anteil ganzjährig bedeckter Flächen
– Flächen mit Mulch, Gründüngung und Zwischenfrüchten
– Erosionsereignisse
– Anteil eigener organischer Düngung
– Dokumentierte Wirkung von Mulch, Kleegras, Fruchtfolge, Mist, Kompost und Zwischenfrüchten
Wasser – Bodenfeuchte
– Infiltration
– Verdunstungsreduktion durch Mulch
– Wasserbedarf pro Kultur
– Starkregenabfluss
– Dürrefolgen auf Futter- und Gemüseertrag
Biodiversität und Landschaft – Länge und Pflegezustand von Hecken
– Anzahl Obstbäume
– Umfang von Blütenflächen
– Artenbeobachtungen
– Anteil samenfester Sorten
– Vielfalt von Hecken, Bäumen, Obst, Blumen und Kulturpflanzen
Tierwohl – Tage mit Weidegang
– Muttergebundene Aufzucht
– Haltungsform und Leben im Sozialverbund
– Einsatz hofeigenen Futters
– Transportwege zur Schlachtung
– Tiergesundheitsdaten
Regionale Versorgung – Anzahl Felderkisten
– Zahl der Depots
– Liefergebiet
– Anteil eigener Produkte im Hofladen oder Hofcafé
– Anzahl regionaler Partner
– Saisonale Produktvielfalt
– Beitrag von Direktvermarktung, Hofladen, Hofcafé, Käserei und Talhandel zur regionalen Versorgung
Soziale Teilhabe – Anzahl inklusiver Arbeitsplätze
– Zahl ehrenamtlicher Stunden
– Zahl von Praktikantinnen, Praktikanten und Auszubildenden
– Beteiligung von Vereinsmitgliedern
– Stabilität des Teams
– Landwirtschaft als Arbeits-, Lern- und Teilhabeort
Lernen und Beratung – Regelmäßigkeit gemeinsamer Beratungen
– Dokumentierte Verbesserungsmaßnahmen
– Umgang mit Konflikten
– Rückmeldungen von Mitarbeitenden, Kundschaft und Ehrenamtlichen
– Nachvollziehbarkeit gemeinsamer Entscheidungen und Lernprozesse
Energie und Ressourcenkreislauf – Erzeugte kWh aus Wind, Photovoltaik und Solarthermie
– Anteil erneuerbarer Energie am Eigenbedarf
– Anteil eigener Futtermittel
– Anteil der Weiterverarbeitung auf oder nahe dem Hof
– Umfang geschlossener Stoffkreisläufe und kurzer Wege

Relevanz

Die Biohöfe im Windrather Tal zeigen, dass Landwirtschaft als sozial-ökologisches System praktisch organisiert werden kann, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig zusammenwirken:

  • Bodenpflege und Kreislaufwirtschaft

  • artgerechte Tierhaltung und sorgsame Mensch-Tier-Beziehung

  • regionale Verarbeitung und Direktvermarktung

  • integrative Arbeitsweise gekoppelt mit Kundennähe

  • Landschaftspflege, Lernen und lokale Einbettung

So bieten die besuchten Höfe ein konkretes Beobachtungs- und Lernfeld für systemisch nachhaltige Landwirtschaft in einer dicht besiedelten Region.

Quellen und weiterführendes Material